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REK-Übergabe Börde Oste-Wörpe

Die Landesbeauftragte, Monika Scherf, nimmt das REK entgegen. Foto: Samtgemeinde Zeven.
Die Landesbeauftragte, Monika Scherf, nimmt das REK entgegen. Foto: Samtgemeinde Zeven.

Am 02. Mai 2022 wurde das Regionale Entwicklungskonzept (REK) der Region Börde Oste-Wörpe Frau Monika Scherf, Landesbeauftragte des Amtes für regionale Landesentwicklung Lüneburg, als Wettbewerbsbeitrag zur Aufnahme in das LEADER-Programm übergeben. Die neue fünfjährige EU-Förderperiode beginnt am 01.01.2023.

 

Die Erstellung des REK wurde von vielen Menschen mit großer Engagementbereitschaft unterstützt. Die Mitwirkung der Samt-, Gemeinde- und Stadtverwaltungen, des Amtes für regionale Landesentwicklung, Geschäftsstelle Verden, der Vertreter*innen karitativer Institutionen, Unternehmer*innen, Vereine und Verbände, Politik sowie der Räte führte zu vielen neuen Impulsen und fruchtbaren Dialogen. Sie sind die Grundlage für die nun vorliegende Entwicklungsstrategie.

 

Das REK soll einen Beitrag für die zukünftige Gestaltung der Börde Oste-Wörpe leisten. So wurden gemeinsam wichtige Handlungsfelder für die Sicherung der Lebens-, Arbeits-, Wohn- und Umweltsituation in der Region benannt. Hierzu zählen die Mobilität, Daseinsvorsorge und Infrastruktur, der Natur-, Umwelt- und Klimaschutz, die regionale Wirtschaftsentwicklung, die Bildung, Integration und Inklusion, die Schaffung von lebendigen Ortskernen ebenso wie die Behebung von Gebäudeleerständen usw.

 

Da die Digitalisierung und die Möglichkeiten der Datennutzung kontinuierlich an Bedeutung gewinnen, haben sich alle Beteiligten entschieden, dieses für alle Lebensbereiche immer wichtiger werdende Thema als sog. Querschnittsthema festzulegen. Dies‘ gilt auch für den demographischen Wandel, der unsere Dörfer prägt und ebenfalls zukünftig maßgeblich beeinflussen wird. Auch dieses wichtige Thema wurde zum Querschnittshandlungsfeld.

 

Wir möchten Sie und Euch herzlich zur weiteren Beteiligung an der Zukunftsgestaltung der Börde Oste-Wörpe einladen. Aktuelle Termine und Informationen finden Sie/findet Ihr auf dieser Homepage.

 

 

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Zeven, Tarmstedt, Selsingen und Sittensen kooperieren als Sanierungsgebiet

 Landesbeauftragte Monika Scherf überreicht Aufnahmebescheid für das Städtebauförderungsprogramm (Bild: © Bert Albers, Zevener Zeitung)
Landesbeauftragte Monika Scherf überreicht Aufnahmebescheid für das Städtebauförderungsprogramm (Bild: © Bert Albers, Zevener Zeitung)

Gute Nachrichten hatte Monika Scherf am 9. September 2020 bei ihrem Besuch in Zeven im Gepäck. Die Landesbeauftragte überreichte an die Bürgermeister der vier Samtgemeinden der Region Börde Oste -Wörpe den Aufnahmebescheid für das Städtebauförderungsprogramm des Landes Niedersachsen. Die Samtgemeinden Zeven, Tarmstedt, Selsingen und Sittensen kooperieren für eine gemeinsame Sanierung und bekommen nun eine erste Fördermittelrate in Höhe von 16.000 Euro. Das Geld soll unter anderem dafür verwendet werden, unter Beteiligung der Bürger ein Interkommunales überörtliches Entwicklungs- und Handlungskonzept zu erarbeiten und wichtige Planungsschritte einzuleiten.

 

„Ich freue mich, dass die Planung hier auf so ein gutes Fundament gestellt wird und bin sehr optimistisch, dass für die Samtgemeinden und die Region etwas sehr Positives dabei herauskommt“, sagte Monika Scherf bei der Bescheidübergabe. Die Vorbereitungsmaßnahmen werden voraussichtlich ein Jahr dauern, erst dann sollen die im Konzept definierten Maßnahmen mit Fördermitteln realisiert werden.

 

„Wir freuen uns, dass die Region Börde Oste-Wörpe in das Städtebauförderprogramm „Lebendige Zentren – Erhalt und Entwicklung der Orts- und Stadtkerne“ aufgenommen wurden“, so übereinstimmend die vier Bürgermeister. „Insbesondere freuen wir uns, dass unser Antrag auf fruchtbaren Boden gefallen ist. Wir erhalten so die Chance, unsere Orts- und Stadtzentren zukunftsfest fortzuentwickeln. Eine wirklich jetzt noch lohnendere Aufgabe, insbesondere im Zuge des demographischen Wandels und der Corona-Pandemie“, so die versammelten Bürgermeister abschließend.

 

Vor der Aufnahme ins Programm hatten die Samtgemeinden durch Vorlage einer sogenannten Entwicklungsstrategie ihre Situation dargestellt und Problempunkte benannt. Demnach haben die meisten Probleme ihre Ursache in der Überalterung der Bevölkerung und der Zunahme von Leerständen. Außerdem fehle es in vielen inzwischen an Geschäften mit Gütern des täglichen Bedarfs.

 

„Das Konzept wird die Probleme genau definieren und die notwendigen Maßnahmen auf den Punkt bringen“, so Scherf. Das Besondere an der Städtebauförderung sei, dass es als langjährige Projektförderung angelegt ist und die Fördermittel jedes Jahr in Teilbeträgen bewilligt werden. Eine umfangreiche Sanierung wie sie hier in den Samtgemeinden Zeven, Tarmstedt, Sittensen und Selsingen zu erwarten ist, wird sich voraussichtlich über geplant 8 Jahre hinziehen.

 

Zur Sache:

Städtebauliche Erneuerungsvorhaben werden im öffentlichen Interesse durchgeführt und aus Mitteln des Bundes und des Landes grundsätzlich mit zwei Dritteln der zuwendungsfähigen Kosten unterstützt. Das letzte Drittel muss die Gemeinde aus Eigenmitteln aufbringen.

 

In den elf Landkreisen des Amtsbezirks Lüneburg gibt es aktuell 69 laufende städtebauliche Erneuerungsvorhaben. Landesweit sind es sogar mehr als 280 Verfahren. Einige stehen kurz vor dem Abschluss, andere haben erst in diesem Jahr begonnen.

 

Die Städtebaufördermittel haben sich in den letzten Jahren erhöht. Haben Bund und Land in 2006 für Niedersachsen zusammen noch rund 33 Millionen Euro bereitgestellt, waren es in 2020 schon rund 121 Millionen Euro an Städtebaufördermitteln.