Klimaschutz und Energie – Straßenbeleuchtung und Klimaschutzkonzept

Hier widmete sich das Regionalmanagement zunächst einmal den Einsparmöglichkeiten von Energie auf kommunaler Ebene. Verschiedene Varianten des Umgangs mit dem Thema wurden mit Experten diskutiert.

Mit von der Partie waren u.a. Vertreter der niedersächsischen Initiative „Klimawandel & Kommunen“, regionale Planungsbüros und eine Vertreterin der Stadt Hemmingen, die über das dortige Klimaschutzaktionsprogramm informierte und Vertreter der EWE als der Bereich Straßenbeleuchtung diskutiert wurde.

Grundsätzlich ergaben sich aus der Diskussion zwei Marschrichtungen:

 

Integriertes Klimaschutzkonzept oder Klimaschutzteilkonzept?

Durch die Klimaschutzinititative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) angeregt, wurde diskutiert, ob die Region Börde Oste–Wörpe ein integriertes und damit umfassendes Klimaschutzkonzept erstellen möchte. Obwohl die Fördermöglichkeiten für ein umfassendes Konzept reizvoll schienen, entschied man sich, einen weniger umfassenden Ansatz zu verfolgen.

Beim Klimaschutzteilkonzept „Klimaschutz in eigenen Liegenschaften“ geht es darum, eine Entscheidungsgrundlage und ein Steuerungsinstrument für ein Klimaschutzmanagement aufzubauen. Über die Steuerung und Kontrolle der Energieverbräuche der Liegenschaften können Energie- und Kosteneinsparungen von 15 bis 20 Prozent erzielt werden.

Wegen fehlender personeller Ressourcen in den Verwaltungen beschloss die Lenkungsgruppe im Frühjahr 2010, diesen Ansatz nicht weiter zu verfolgen.

Erneuerung der Straßenbeleuchtung: Hochdruck-Quecksilberdampflampen ade

Anfang 2015 müssen laut EU-Verordnung Hochdruck-Quecksilberdampflampen aus dem Verkehr gezogen werden. Ein Großteil der Straßenbeleuchtung in der Region basiert jedoch auf diesem System. Im Kreis der Lenkungsgruppe wurde der Umgang mit der Problematik diskutiert.

Ein Fachplaner hat zwischenzeitlich einige Straßenzüge und auch Sporthallen in Augenschein genommen, punktuell Sanierungsvorschläge erstellt und Förderanträge gestellt.

Dennoch war ein strategischer Ansatz gefragt. Die Samtgemeinden Selsingen und Tarmstedt haben zusammen mit der EWE einen Fragebogen entwickelt, mit dessen Hilfe jede Straßenlaterne genau beschrieben wird. Die Daten fließen in eine Datenbank ein, mit deren Hilfe die EWE einen Vorschlag für ein umfassendes Sanierungskonzept mit Investitionskosten und Energieeinsparpotenzialen erarbeiten wird.

Die Datenbank ist so konzipiert, dass sie an die bestehenden GIS-Systeme angekoppelt werden kann. Über die umfangreichen Angaben zur Straßenbeleuchtung kann sie künftig deren Wartung erleichtern.